Mit dem Longboard die Welt erobern // Auf vier Rollen und Ohne Rückflugticket von Bolivien nach Peru

„Adventure is the result of poor planning“ hat einmal der Abenteurer, Colonel Blatchford gesagt. Dieser Idee würden sich wahrscheinlich auch Paul Kent, Aaron Enevoldsen und Adam Colton anschließen, die nur mit einem One-Way-Flugticket, 600 Dollar pro Person, einer Videokamera und ihren Longboards nach Peru geflogen sind. Das Ziel ein 2400 Kilometer langer Longboard-Roadtrip von Lima, Peru nach Potosi, Bolivien über die höchsten Andenpässe, auf den gefährlichsten Straßen Südamerikas.

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Das ganze Abenteuer haben die drei Jungs auf Youtube und ihrer Website Lontracksonskatedecks veröffentlicht. Während des Trips haben sie dort auch erfolgreich Sponsoren zum Spenden für das manchmal sehr ersehnte Rückflugticket motiviert und durch die regelmäßige Veröffentlichung eine große Fanbasis gefunden. Die Videos der drei, sind unglaublich professionell und wecken sofort Reisesehnsüchte, sodass man sofort beginnt nach dem Flug zu suchen, der einem am weitesten von dem Ort weg bringt an dem man gerade ist. Aaron Enevoldesen  rät im Welle20-Interview deshalb auch allen, die es bis jetzt nicht geschafft haben sich ein Herz zu fassen, das Longboard zu schnappen und einfach loszurollen: „It doesn’t require anything, grab your helmet, your sleeping bag, it is an awesome experience and you feel you acomplished a lot at the end, even all that’s been is you and the highway.“

36 Tage haben die Skater für 2400 Kilometer gebraucht. Ohne große Spanischkenntnisse haben sie sich von Ort zu Ort geschlagen, und so manche kritische Situation, wie einen Arztbesuch im tiefsten  Südamerika überstanden. Eines der hilfreichsten Kommunikationsmittel war dabei die Ukulele von Aaron Enevoldsen, die der Gruppe über so manche Vokabelschwächen hinweg geholfen hat. Aaron hat auch den passenden Soundtrack für die Videos, den man hier runterladen kann  in seinem Wohnzimmer aufgenommen,   Das interessanteste am Trip beschreibt er, war die Erkenntnis einer neuen Wertschätzungen für die eigene Energie, und die eigenen Grenzen zu erfahren. „I learned an appreciation for energy, how much energy it actually takes to move your body from point A to point B.“

[youtube width="640" height="390"]http://www.youtube.com/watch?v=SgSDEhHnWr4[/youtube]

Hier  das erste filmisch dokumentierte Kapitel der Reise, am besten ist der Satz von Aaron "holy shit this is really another country", besser kann man es wohl kaum ausdrücken.

Auch wenn der Trip nicht  einfach war haben die drei es doch meistens gut miteinander ausgehalten, der Grund dafür waren laut Aaron die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Jungs: „We are all different people and thats why we work so good together, compared to t

wo people who are very similar, I think.“ Und weil das alles so gut funktioniert hat, haben die drei dann auch noch einen Longboard-Roadtrip durch Marokko gemacht, bei dem dann auch alles ein bisschen einfacher war. Dieses mal dann auch von Anfang an mit Rückflugticket, dank fester Sponsoren. Die Videos zum neuen Trip werden vermutlich Anfang Mai online gestellt. Wir sind jedenfalls jetzt schon sehr gespannt und überlegen ob wir unser Fahrrad nicht gegen ein Longboard tauschen und uns in Zukunft auf vier statt auf zwei Rollen durch die Gegend bewegen.

Interview gesendet am 14/03/2011 auf Welle20 //Der Montag Abend // Mit Caro und Mir