Take your time, take a seat, take a sit down // We have Band

"Take your time, take a seat, take a sit down", singen We Have Band in ihrem Dance-Punk-Hit "Oh", der das Potential zum absoluten Sommerohrwurm hat. Also nehmt euch diesen Befehl der Band, die als newest, hottest shit aus London gehandelt wird zu Herzen und hört gut zu. Das Debut WHB hat es in sich. Der NME überschlägt sich vor Freude, der Guardian hat vor zwei Jahren einen Plattenvertrag angeboten, sollten die drei bis dahin labellosen Freunde nirgendwo unterkommen. Das Pariser Hipster-Label Kitsuné presst gleich zwei Singles und sichert sich somit auch schon ein Stück vom süßen We Have Band-Erfolgskuchen. [vimeo width="620" height="370"]http://vimeo.com/2089802[/vimeo]

Und warum das alles? Weil We Have Band es schaffen mit einer unglaublichen Leichtigkeit des Seins in ihren Texten eine Phantasiewelt zu erschaffen die nicht nur klassisch-poppig glitzert und blinkt, sondern auch dunkle Seiten hat. Es lohnt sich also auch hinter die schöne Fassade der Dancefloorfiller zu schauen, um eine andere We Have Band-Wirklichkeit zu entdecken. Das Gleichgewicht aus tiefgründigen Songs und kopflosen Dance Hits dieser Menage à Trois ist deshalb wirklich besonders. So ergibt sich in der Endsumme eine Klangmischung aus Songs, zu denen man einfach nur alle Sorgen an der Gardrobe abgeben möchte, um  bei "Oh" oder "You Came Out" unter der Discokugel zu tanzen. Während bei "Love, What You Doing?" der leicht bedrohliche Unterton an New Order erinnert.

In WHB singen die Drei kryptisch "We come from nowhere with a certain dedication and devotion." Wir können nur spekulieren, aber vielleicht ist dies das Geheimnis hinter dieser außergewöhnlichen Platte. Die perfekte Mischung aus Hingabe und Andacht.