Das perfekte Roadtrip Album// Black Rebel Motorcycle Club // Beat the devil's tattoo

Die Amerikaner Black Rebel Motorcycle Club haben mit Beat The Devil’s Tattoo bereits ihr fünftes Studioalbum aufgenommen. Ihren Namen hat die Band an die Motorrad Gang aus dem 1953 erschienen Film "The Wild One" angelehnt, in dem Marlon Brando die Hauptrolle spielte. Diese Namensgebung findet sich auch im Sound der Band wieder, der nach Roadtrips auf langen einsamen Landstraßen, Wüsten und flirrender Hitze über der Straße klingt. Nach Lederjacken die auch beimSchlafen nicht abgelegt werden, Zigaretten im Mundwinkel, nach Rock'n'Roll und dieser selbstverständlichen Brando-esquen Coolness, die heutzutage nur noch wenigen Bands besitzen. [youtube width="620" height="370"]http://www.youtube.com/watch?v=mYkhNWIdra0[/youtube]

Das Album Beat The Devil's Tattoo ist das erste Album mit weiblicher Verstärkung am Schlagzeug (Leah Shapiro) nach dem der ehemalige Schlagzeuger die Band wegen Drogenproblemen – was die Rock'n'Roll-These weiter stützt – verließ. Das Album wurde innerhalb von sechs Monaten im Cobb Studio in Philadelphia aufgenommen, wo die Band, wie auch schon bei ihrem dritten Album Howl gemeinsam wohnte. Der Aufnahme hat das sichtlich gut getan, wie Robert Levon Ben feststellt: „Wir funktionieren besser, wenn wir dicht aufeinander hocken, wenn wir zusammen essen und im selben Haus übernachten. Man findet zu einem gemeinsamen Flow." Dieser Flow ist auf diesem Album stark spürbar, so sehr greifen die Songs ineinander. Beat The Devil's Tattoo vereint alle Elemente der vorhergegangenen Alben in sich, also auch ein ideales Album für BRMC-Einsteiger. Alles in allem, das perfekte Album für einen Roadtrip, bei dem es nicht auf das Ziel ankommt, sondern nur auf den Weg, den man zurück legt, wie es auch schon Marlon Brando wusste. Also, Lederjacken anziehen und ab zum Plattenhändler des Vertrauens, das Album der Woche sollte in keinem Rock'n'Roll Sommer fehlen.