Hello California, Goodbye East Coast! Neue Abenteuer an der West Küste....

Nach meinem Praktikum beim East Village Radio und drei aufregenden Monaten in New York haben der Blog und Ich erst ein Mal zwei Wochen  Strand- und Surfurlaub mit meiner Familie in Montauk gemacht. Nach einem kurzen, zwei tägigen  Zwischenstop in Deutschland (ich hatte wirklich vergessen wie gemütlich ein eigenes Bett sein kann) ging es dann für mich direkt weiter. 12 Stunden Flug und 9 Stunden Zeitverschiebung später bin ich  endlich in Los Angeles angekommen. Nach einer Nacht in dieser riesigen Stadt,  die ich in den nächsten Wochen noch weiter erkunden werde, bin ich noch eine Stunde  nach Camarillo  an die State University Channel Island (CSU) gefahren,  wo ich bis Weihnachten ein Auslandssemester machen werde. Die letzten drei Wochen waren also wirklich sehr ereignisreich und geprägt  durch Fragen wie Hilfe was soll ich bloß mitnehmen?! Wie kriege ich meinen Koffer zu? Wie werden meine Roomates sein? Und wo kriege ich am besten ein Surfbrett her, wenn ich angekommen bin?

Jetzt wohne ich also seit ungefähr einer Woche auf dem Campus  in Camarillo und bin jeden Tag erneut erstaunt,  dass Californien wirklich so ist, wie es in allen Filmen und Liedern besungen wird. Die Leute sind sehr relaxt und freundlich, die Palmen genauso groß und perfekt gekrümmt wie in den Hollywood  Blockbustern und die Burger sehen aus wie in Pulp Fiction. Trotzdem erlebe ich jeden Tag immer noch kleinere Kulturschocks, bei denen ich mich manchmal frage, ob das hier eine Reality TV Show ist, bei der jemanden gucken will, wie meine Reaktionen sind.  Heute Morgen hat mich nach dem Aufstehen zum Beispiel ein Apartment erwartet, das aussah wie die Alpen Mitte Dezember- schneeweiß, weil meine Mitbewohner mitten in der Nacht eine Mehlschlacht veranstaltet haben. Das sind dann so Momente, wo ich mich wirklich wie in der Truman Show fühle und eigentlich nur darauf warte, dass jemand grinsend mit einer versteckten Kamera um die Ecke kommt.  Da  das bis jetzt allerdings nicht passiert ist, scheint es sich bei der amerikanischen Studentenwohnheim Exzesskultur (die ich bis jetzt nur aus Filmen kannte) allerdings um amerikanische  Realität zu handeln. Ein bisschen fühlt sich hier leben deshalb an, als  hätte man einen Zeitsprung gemacht und wäre wieder 17 oder 18. Weil dieses Wochenende Labour Day ist, geht es heute ganz entspannt an den Strand  und Abends werden wir ein gemeinsames Barbecue machen.

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